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Mit der Digitalisierung des Flottenmanagements und dem Wechsel von papierbasierten zu elektronischen Systemen spielt der Datenschutz bei Fahrtenbüchern eine zunehmend wichtige Rolle. Ein digitales Fahrtenbuch erfasst sensible personenbezogene Daten, wie z. B. Routen, Zeiten und Standorte, die strengen Datenschutzbestimmungen unterliegen. Sowohl Arbeitgeber als auch Fahrer sind zur Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verpflichtet, um die Privatsphäre zu schützen und alle gesetzlichen und steuerlichen Anforderungen zu erfüllen. Ein angemessener Datenschutz im digitalen Fuhrparkmanagement ist keine Option mehr, sondern eine gesetzliche Notwendigkeit.

 

Digitale Fahrtenbücher: Zulässigkeit und rechtlicher Rahmen

Moderne digitale und elektronische Fahrtenbücher sind in ganz Europa gesetzlich zulässig, sofern sie die strengen Anforderungen an Vollständigkeit, Authentizität und Manipulationssicherheit erfüllen. Jede Fahrt, jeder Halt und jeder Kilometer muss automatisch erfasst und so gespeichert werden, dass eine spätere Änderung oder Löschung nicht mehr möglich ist. Die einzelnen Fahrtenbucheinträge müssen vollständig nachvollziehbar, mit einem Zeitstempel versehen und überprüfbar sein, um vom Finanzamt anerkannt zu werden. Dieses hohe Maß an Präzision garantiert die Genauigkeit, Transparenz und Zuverlässigkeit der Daten bei Betriebsprüfungen oder Inspektionen.

Ein umfassender Datenschutz bedeutet für Unternehmen mehr als nur die Einhaltung von Vorschriften. Der Einsatz zertifizierter Softwarelösungen zur sicheren Aufzeichnung, Verschlüsselung und Speicherung der Fahrtdaten auf geschützten ‚Servern in der EU ist von grundlegender Bedeutung. Diese Systeme sollten auch automatische Back-ups und Prüfpfade bieten, um eine Manipulation der Daten zu verhindern. Ein datenschutzkonformes elektronisches Fahrtenbuch ermöglicht eine klare Trennung zwischen Dienst-, Privat- und Pendelfahrten. So wird sichergestellt, dass personenbezogene Daten geschützt werden und berufliche Daten überprüfbar bleiben. Nur wenn all diese technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen vollständig umgesetzt sind, können digitale Fahrtenbücher die herkömmlichen Papierfahrtenbücher rechtlich ersetzen und gleichzeitig einen umfassenden Datenschutz gewährleisten.

 

Welche personenbezogenen Daten erfasst ein Fahrtenbuch?

Beispielsweise umfasst ein elektronisches Fahrtenbuch folgende Punkte:

  1. Es zeichnet kontinuierlich detaillierte Informationen zu jeder Fahrt auf, darunter die gewählte Route sowie die Start- und Endzeit, GPS-Standorte, Entfernungen und die Fahrtdauer.
  2. Es protokolliert zudem den Kilometerstand, Fahrzeugnutzungsdaten sowie Informationen zur Fahreridentifikation, wie etwa Fahrer-ID oder Kartennummern.
  3. Zusammengenommen geben all diese Informationen Aufschluss darüber, wann, wo und wie eine Person fährt.
  4. Sie gelten daher als personenbezogene Daten und unterliegen somit den Datenschutzbestimmungen.
  5. Diese Daten werden als hochsensibel eingestuft, da sie Bewegungsmuster, Arbeitsgewohnheiten und sogar private Aktivitäten offenlegen können.
  6. Bei Fahrzeugen, die sowohl dienstlich als auch privat genutzt werden, ist es wichtig, dass die Systeme geschäftliche und private Fahrten klar trennen, um die Erfassung unnötiger persönlicher Daten zu vermeiden.
  7. Verantwortungsbewusster Datenschutz bedeutet, dass nur unbedingt erforderliche Daten erfasst, sicher gespeichert und gesetzeskonform verarbeitet werden.
  8. Dadurch wird nicht nur ein effizienter Betrieb sichergestellt, sondern auch die Privatsphäre des Einzelnen geschützt.

 

Speicherung und Übertragung: Wie bleiben Fahrtenbuchdaten geschützt?

Effektiver Datenschutz beginnt mit sicherer Technologie und strengen organisatorischen Kontrollen. Alle von digitalen Fahrtenbüchern erfassten Informationen müssen über verschlüsselte Verbindungen (SSL/TLS) übermittelt werden, um das Abfangen von Daten sowie unbefugten Zugriff zu verhindern. Die übertragenen Daten sollten auf zertifizierten, sicheren Servern in der EU gespeichert werden, um DSGVO-Konformität zu gewährleisten. Der Zugriff muss durch Passwörter, Zwei-Faktor-Authentifizierung und rollenbasierte Berechtigungen auf autorisiertes Personal beschränkt werden.

Regelmäßige Systemprüfungen, Sicherheitsupdates und automatische Back-ups bieten zusätzlichen Schutz vor Datenverlust oder Manipulation. Darüber hinaus sollte eine interne Datenschutzrichtlinie klar festlegen, wer Fahrtenbuchdaten einsehen oder verarbeiten darf und zu welchem Zweck. Durch die Kombination aus Transparenz, Verschlüsselung und strengen Kontrollmaßnahmen wird sichergestellt, dass jedes elektronische Fahrtenbuch im Einklang mit der DSGVO geführt wird. Dadurch bleiben Vertraulichkeit, Integrität und Zuverlässigkeit über den gesamten Datenlebenszyklus hinweg gewahrt.

Zugriffsrechte: Wer darf Fahrtenbuchdaten einsehen?

Der Zugriff auf Fahrtenbuchdaten unterliegt strengen Datenschutzbestimmungen, um Fairness zu gewährleisten und Missbrauch zu verhindern. Arbeitgeber und Fuhrparkmanager dürfen nur zu legitimen geschäftlichen Zwecken auf die Daten zugreifen, wie z. B.

  1. zur Steuerberichterstattung,
  2. zur Überprüfung des Kilometerstands,
  3. zur Flottenoptimierung.
    Eine übermäßige oder dauerhafte Überwachung der Fahrer ist hingegen verboten. Die Fahrer haben ihrerseits das Recht, ihre eigenen Aufzeichnungen einzusehen, deren Richtigkeit zu überprüfen und ggf. die Korrektur oder Löschung unnötiger personenbezogener Daten zu verlangen.

In einer internen Datenschutzrichtlinie sollte klar festgelegt sein, wer innerhalb des Unternehmens Informationen einsehen oder verarbeiten darf. Der Zugriff auf die jeweiligen Daten ist durch technische Sicherheitsmaßnahmen wie Benutzerauthentifizierung und Zugriffsprotokolle abzusichern.

Private Fahrten müssen vertraulich bleiben und dürfen vom Management nur eingesehen werden, wenn der Fahrer ausdrücklich seine Zustimmung erteilt. Transparente Abläufe und eingeschränkte Zugriffsrechte erleichtern die Einhaltung der Datenschutzgrundsätze und fördern gleichzeitig das Vertrauen zwischen Unternehmen und Mitarbeitern.

 

Löschung und Aufbewahrung: Wie lange dürfen Daten gespeichert werden?

Die Aufbewahrung von Logbuchdaten muss gesetzliche Anforderungen mit strengen Datenschutzgrundsätzen in Einklang bringen. Unternehmen sind häufig verpflichtet, elektronische Fahrtenbuchdaten mehrere Jahre – in der Regel bis zu zehn Jahre – aufzubewahren, um Steuerprüfungen oder rechtliche Untersuchungen zu ermöglichen. Während dieses Zeitraums müssen die Daten sicher, vollständig und unverändert bleiben. Nach Ablauf der gesetzlich festgelegten Aufbewahrungsfrist müssen nicht mehr benötigte personenbezogene Daten gemäß DSGVO gelöscht oder anonymisiert werden, um eine übermäßige Datenspeicherung zu vermeiden.

Die Fahrer haben das Recht, veraltete oder irrelevante Daten löschen zu lassen, sofern diese nicht mehr für geschäftliche oder rechtliche Zwecke benötigt werden. Eine transparente Aufbewahrungsrichtlinie schafft Klarheit darüber, wie lange Informationen gespeichert werden und wann sie gelöscht werden. Durch die Anwendung transparenter Löschverfahren und die Beachtung der Datenschutzbestimmungen können Unternehmen Risiken reduzieren, das Vertrauen stärken und zeigen, dass sie mit sensiblen personenbezogenen Daten verantwortungsvoll umgehen.

 

Besondere Fälle: Weitergabe von Fahrtenbuchdaten an Dritte

Die Weitergabe von Fahrtenbuchdaten an Dritte ist nur unter strengen Datenschutzbedingungen zulässig und erfordert immer eine klare Rechtsgrundlage. Typische Fälle sind behördliche Anfragen im Zusammenhang mit Verkehrsverstößen sowie Versicherungsansprüche nach Unfällen und Anfragen von Strafverfolgungsbehörden oder Finanzämtern. In diesen Fällen dürfen ausschließlich die für den jeweiligen Zweck notwendigen Daten weitergegeben werden, und die Übermittlung muss stets nach sicheren Kommunikations- und Dokumentationsverfahren erfolgen.

Jede Weitergabe personenbezogener Daten ohne Rechtsgrundlage oder Zustimmung verstößt gegen das Datenschutzrecht und kann zu schweren Strafen führen. Unternehmen sind verpflichtet, sämtliche Datenübermittlungen detailliert zu dokumentieren, einschließlich der Angaben zu Empfänger, Zweck und Datum. Verschlüsselung, Anonymisierung und sichere Übertragungskanäle sorgen dafür, dass die Daten in jeder Phase der Übermittlung geschützt bleiben. Diese Sicherheitsmaßnahmen ermöglichen es Unternehmen, Datenschutzstandardseinzuhalten und zugleich Transparenz sowie den Schutz der Privatsphäre der Fahrer zu gewährleisten.

 

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Mit dem digitalen Fahrtenbuch von LINQO lassen sich Fahrten mühelos verwalten – und das bei vollständiger Einhaltung der Datenschutzbestimmungen. Alle Informationen werden automatisch erfasst, verschlüsselt und gemäß den DSGVO-Standards sicher auf zertifizierten EU-Servern gespeichert. Private und geschäftliche Fahrten werden klar getrennt, um sensible Daten zuverlässig zu schützen. LINQO sorgt für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sowie für den Schutz der Privatsphäre der Fahrer und ein einfaches, transparentes Flottenmanagement.